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05. – 15. Februar 2009

Home > Das Festival > World Cinema Fund > WCF Profil

World Cinema Fund

In Zusammenarbeit mit der Kulturstiftung des Bundes hat die Berlinale den World Cinema Fund (WCF) aufgebaut. Ziel des World Cinema Fund ist die Unterstützung von Filmen aus bestimmten Regionen und die Sichtbarkeit dieser Filme in Deutschland. In den ersten drei Jahren ging es dabei um die Schwerpunktregionen Lateinamerika, Afrika sowie Naher und Mittlerer Osten/Zentralasien. Im Februar 2007 verkündete der WCF eine Erweiterung der Förderregionen: seit Sommer 2007 können nun auch Filmprojekte aus Südostasien und dem Kaukasus gefördert werden.
 
Der World Cinema Fund fördert Filme, die ohne den Fund nicht entstehen könnten: Filme, die mit einer ungewöhnlichen Ästhetik überraschen, die starke Geschichten erzählen und ein authentisches Bild ihrer kulturellen Herkunft vermitteln. Der World Cinema Fund hat ein jährliches Budget von ca. 500.000 Euro und fördert die Produktion und den Verleih von Spielfilmen und abendfüllenden Dokumentarfilmen.
 
Eines von mehreren Erfolgsprojekten aus der bisherigen Arbeit des WCF ist Hany Abu-Assads Paradise Now. Das aufwühlende Drama lief im Wettbewerb der Berlinale 2005, wurde dort mit dem von AGICOA gestifteten "Blauen Engel" für den besten europäischen Film ausgezeichnet und lief daraufhin in über 50 Ländern. Im Januar 2006 erhielt Paradise Now den Golden Globe für den besten nicht-englischsprachigen Film.
 
Antragsberechtigt für eine Förderung durch den WCF sind sowohl Produktionsfirmen aus den genannten Regionen als auch deutsche Produktionsfirmen. In beiden Fällen ist die Herkunft des Regisseurs aus den genannten Regionen entscheidend. Förderberechtigt sind nur Produktionsfirmen mit Sitz in Deutschland, d.h. im Falle der Antragstellung von ausländischen Produzenten muss eine Kooperation mit einem deutschen Partner nachgewiesen werden. Dies kann jedoch auch nach Antragstellung erfolgen.
 

Produktionsförderung:  

Höchstfördersumme: 100.000 Euro pro Projekt.
Die Gesamtherstellungskosten der zu fördernden Projekte sollten zwischen 200.000 und 1.000.000 Euro liegen.
Der Förderbetrag soll für die Produktion in den o.g. Regionen ausgegeben werden.
 

Verleihförderung:  

Deutsche Verleihunternehmen können Verleihförderung in Höhe von maximal 15.000 Euro für die Herausbringung von Filmen aus den o.g. Regionen in Deutschland beantragen.
Folgende Unterlagen benötigen wir für die Antragstellung:
3-seitige Synopsis, Drehbuch (Englisch oder Französisch), CV Regisseur und vorherige Filme als VHS oder DVD, CV des Autors und Profil/Filmografie der Produktionsfirma/en, Rechtenachweis, detailliertes Budget in Euro, Finanzierungsplan in Euro und ggf. Kopien der Koproduktionsverträge.

Die Rolle der deutschen Partner 

Der WCF möchte Filme in den WCF Regionen durch die Förderung von Kooperationen zwischen Produzenten und Regisseuren aus diesen Ländern und deutschen Partnern unterstützen. Die deutschen Partnerunternehmen spielen daher - sowohl kulturpolitisch als auch ökonomisch eine wichtige Rolle in der Struktur des WCF und tragen ihren Teil zu einer positiv verstandenen Globalisierung bei.
 
Die Förderanträge von ausländischen Produzenten können bereits gestellt werden, bevor ein deutscher Partner gefunden wurde. Sobald der WCF jedoch ein Projekt zur Förderung vorschlägt, wird ein deutscher Partner benötigt. Oftmals fungiert der WCF als Vermittler zwischen Produzenten aus dem Ausland und potentiellen deutschen Partnern und kann bei der Suche nach einem geeigneten Unternehmen behilflich sein. Sobald ein deutscher Partner gefunden ist, kann die Empfehlung der WCF Jury in die Tat umgesetzt werden.
 
Der WCF spricht in diesem Zusammenhang explizit von deutschen "Partnern" (nicht "Produzenten"), um auch die Möglichkeit von Kooperationen mit anderen deutschen Unternehmen aus der Filmbranche (etwa einem Vertrieb oder einem Verleih) offen zu halten und entsprechenden zusätzlichen Verwaltungsaufwand zu vermeiden. Üblicherweise sind die deutschen Partner jedoch "normale Koproduzenten" des Films, welche sich auch um weitere Finanzierungsmöglichkeiten bemühen können.
 
Der deutsche Partner unterzeichnet die Fördervereinbarung mit dem WCF, ist der Empfänger der WCF Fördergelder und damit vertragsgemäß dem WCF verantwortlich. Am Ende des Prozesses muss der deutsche Partner dem WCF belegen, dass die gesamte Fördersumme (abzüglich möglicher Handlungskosten des deutschen Produzenten von max. 7,5%) in den WCF Regionen ausgegeben wurde. Dieser Nachweis der aufgewandten Kosten muss für den WCF von einem amtlich zugelassenen Wirtschaftsprüfer bestätigt und unterzeichnet werden.

Kontakt 

Projekt Management 

Sonja Heinen
 

Vincenzo Bugno
 

Office Management 

Christine Paul
 

Potsdamer Str. 5
10785 Berlin
Tel. +49 · 30 · 25 920 · 516
Fax +49 · 30 · 25 920 · 529
 

Der World Cinema Fund ist ein Initiativprojekt der  Kulturstiftung des Bundes und der Berlinale in Zusammenarbeit mit dem  Goethe Institut .
Kulturstiftung des Bundes
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