Seit 1978 widmet die Berlinale eine Sektion speziell Filmen, die die Welt aus Sicht von Kindern und Jugendlichen betrachten: Generation. In den zwei Wettbewerben Kplus und 14plus werden herausragende Kurz- und Langfilme präsentiert und mit den Gläsernen Bären der Berlinale prämiert.
Alljährlich verleiht die Berlinale vier Gläserne Bären für die besten Filme der Sektion: Über die Vergabe von je einem Bären für den besten Lang- und Kurzfilm entscheidet im Wettbewerb Generation Kplus eine elfköpfige Kinderjury. Die sieben Juroren der Jugendjury vergeben die Gläsernen Bären für den je besten Lang- und Kurzfilm des Wettbewerbs Generation 14plus. Eine internationale Fachjury verleiht im Rahmen von Generation Kplus zudem den mit 7.500 Euro dotierten "Großen Preis des Deutschen Kinderhilfswerkes" an den besten Langfilm. Der "Spezialpreis des Deutschen Kinderhilfswerkes" geht zusammen mit einem Preisgeld von 2.500 Euro an den besten Kurzfilm dieses Wettbewerbs.

Premieren mit einem vielfältigen Publikum
Generation ist nicht nur eine Festivalplattform für Filmemacher und ihre Produktionen, sondern auch das Zuhause für ein besonderes Publikum. Rund 50.000 Zuschauer besuchen Jahr für Jahr die Premieren im Zoo Palast sowie die Vorführungen im CinemaxX am Potsdamer Platz, im Colosseum Filmtheater im Stadtteil Prenzlauer Berg und im Cubix am Alexanderplatz. Regisseure und Schauspieler treffen in den Kinos gleichermaßen auf Fachbesucher wie auf Kinder und Jugendliche jeden Alters. Und in dieser Begegnung liegt der besondere Reiz der Sektion. Anteilnahme und kritische Auseinandersetzung mit den Filmen finden in Gesprächen im Kinosaal ihren unmittelbaren Ausdruck und machen die Vorführungen in der Sektion über die Generationen hinweg zu einem besonderen Ereignis.
Ein erweitertes Verständnis
Generation steht für ein erweitertes Verständnis von Filmen für Kinder und Jugendliche. Die Sektion ist eindeutig in der Ansprache ihres Publikums, beschränkt sich dadurch aber nicht in der Auswahl der Filme. Neben herausragenden Kinder- und Jugendfilmen werden bei Generation daher auch Filme programmiert, die sich durch einen spezifischen Blickwinkel oder ihre Thematik für junge Zuschauer qualifizieren, ohne dass sie ausschließlich für diese Zielgruppe konzipiert wurden oder dauerhaft nur auf sie ausgerichtet sein müssen. Mit dieser zusätzlichen Plattform, die den Qualitätsanspruch der Berlinale selbstverständlich und lustvoll auch Kindern und Jugendlichen gegenüber vermittelt, wirbt das Festival in der Branche für den Abbau von Berührungsängsten mit einem jungen Publikum. Zusätzliche "Cross-Section" Vorführungen, die Kindern und Jugendlichen seit 2006 auch ausgewählte Filme aus den übrigen Sektionen der Berlinale außer Konkurrenz im Rahmen von Generation zugänglich machen, untermauern diese Überzeugung.
Die Sektion wird seit Mai 2008 von Maryanne Redpath
geleitet.
Gruppenermäßigung
Für Gruppen ab fünf Personen gibt es bei den Filmen von Generation Tickets zum reduzierten Preis. Gruppenkarten (2.00 Euro pro Person) können im Vorfeld des Festivals telefonisch bestellt werden.
Interessierte Vertreter von Schulklassen, Kindergärten oder sonstigen Einrichtungen können sich jederzeit gerne in den Verteiler der Sektion aufnehmen lassen und erhalten dann zukünftig Programminformationen rechtzeitig vor dem Festival. Bitte senden Sie dazu eine Email mit Namen der Institution, Ansprechpartner und Kontaktdaten an
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Generation-Filme auf DVD in der neuen "Berlinale Edition"

Seit dem 11. November 2007 sind die ersten fünf DVDs der „Berlinale Edition“ mit Filmen aus der Sektion Generation im freien Handel erhältlich. Die Reihe mit vorerst vier Spielfilmen und einer Kurzfilmrolle wird fortan jährlich um sechs bis acht Höhepunkte des Sektionsprogramms erweitert.
Zum Festival 2008 wurden in der DVD-Edition Berlinale Generation zwei weitere Titel veröffentlicht. Die Filme Schickt mehr Süßes und Der Italiener waren jeder für sich Publikumslieblinge früherer Festivals und sind seit Februar 2008 im Handel erhältlich.
Der Schauspieler Peter Lohmeyer, der mit seinen Kindern ein begeisterter Besucher von Generation ist, hat die Schirmherrschaft für die „Berlinale Edition“ übernommen. Maryanne Redpath, Leiterin der Sektion, freut sich mit ihm über das Zustandekommen der Veröffentlichungen: „In der DVD-Edition werden einige Highlights der vergangenen Festivals wieder auferstehen und auf digitalem Weg zu alten Fans und neuen Zuschauergenerationen finden. Die Filme repräsentieren unseren Anspruch im Festival, sie unterhalten auf intelligente Weise und vermitteln neue Sichtweisen auf das Leben junger Menschen.“
Folgende DVDs sind mit einem ausführlichen Booklet der Jungen Journalisten (siehe Link unten) im freien Handel und (auch online) über den Berlinale Shop
erhältlich:
- Nenn mich einfach Axel (Regie: Pia Bovin, Dänemark / Berlinale 2003)
- Der Mistkerl (Regie: Andrea Katzenberger, Deutschland / Berlinale 2000)
- Ikíngut – Kraft der Freundschaft (Regie: Gisli Snær Erlingsson, Island/Norwegen / Berlinale 2000)
- Hop (Regie: Dominique Standaert, Belgien / Berlinale 2002)
- Kurzfilmrolle (insgesamt 14 Filme für Kinder ab vier Jahren / Berlinale 2002-2007)
- Schickt mehr Süßes (Regie: Cæcilia Holbek Trier, Dänemark/Schweden / Berlinale 2002)
- Der Italiener (Regie: Andrei Kravchuk, Russische Föderation / Berlinale 2005)
Kontakt
Leitung
Stellvertretender Leiter
Florian Weghorn
Tel. +49 · 30 · 259 20 · 422
Fax +49 · 30 · 259 20 · 429
Das Publikum von Generation hat auch eine eigene Internetpräsenz:
www.jungejournalisten.berlinale.de wird als Meinungsportal von einer Gruppe filmbegeisterter Kinder und Jugendlicher in Eigenregie betrieben. Als Junge Journalisten besuchen sie das Festival, schreiben Kritiken, führen Interviews mit den Schauspielern und Regisseuren und stellen ihre Berichte in deutscher und englischer Sprache am selben Tag ins Netz.
















































