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05. – 15. Februar 2009

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Forum

Das Internationale Forum des Jungen Films – kurz Forum – gilt als die risikofreudigste Sektion des Berlinale-Programms. Avantgarde, Experiment, Essay, Langzeitbeobachtungen, politische Reportagen und noch unbekannte Kinematographien: im Forum begegnet sich alles, was neue und unkonventionelle Wege geht - und trifft auf ein Publikum, das für seine Begeisterungsfähigkeit und seinen cineastischen Blick bekannt ist.
 
Das Forum setzt einen Schwerpunkt auf junge Filmemacher und auf Arbeiten, die den Horizont des Mediums und auch den Horizont der Wahrnehmung erweitern. Entsprechend sind die formalen Beschränkungen bei der Filmauswahl gering, die Freiheiten dagegen groß. Alle Formate sind willkommen, Dokumentar- und Spielfilme kommen gleichermaßen zum Zuge. Im Forum-Programm spiegelt sich die Lust, radikal und unvoreingenommen die Grenzbereiche zwischen den Genres zu erkunden. Auch ungewohnt lange Filme, die andernorts kaum zur Aufführung gelangen, werden im Forum gezeigt, wo schon die eine oder andere lange Nacht in die Festivalgeschichte eingegangen ist.
 
Der Grenzbereich von Kunst und Kino hat von jeher seinen Platz im Forum. 2006 wurde Forum expanded ins Leben gerufen, und unternimmt mit der Präsentation von Film-, Video- und installativen Arbeiten zu wechselnden Schwerpunkten und an verschiedenen Orten in Berlin die kritische Kommentierung und Erweiterung des Kinematografischen.

Politisches Profil 

Schon immer hatte das Forum-Programm ein deutlich politisches Profil. Als Ende der Sechziger Jahre die politische Debatte immer weitere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens erfasste, gründeten Ulrich und Erika Gregor mit den „Freunden der Deutschen Kinemathek e.V.“ (seit 2008: "Arsenal - Institut für Film und Videokunst e.V.") das Internationale Forum des Jungen Films. Das Kino sollte verstärkt als ein Ort des kulturellen Austauschs und der politischen Diskussion wahrgenommen werden. Anfangs noch als eine Gegenveranstaltung zur Berlinale konzipiert, wurde das Forum 1970 als ein Parallelfestival an die Berlinale angegliedert und damit eine Neuausrichtung des Festivals in die Wege geleitet.
 
Der vorausgegangene Eklat um Michael Verhoevens Wettbewerbsbeitrag o.k. lässt sich heute als die Folge eines lang schwelenden Konflikts verstehen, der schließlich eskalierte und die Berlinale auf einen neuen Weg brachte. Mittlerweile ist das Forum ein fester Bestandteil des Berlinale-Programms und prägt maßgeblich das differenzierte Profil des Festivals.
 
Nachdem Ulrich und Erika Gregor das Forum über zwanzig Jahre lang geleitet hatten, übernahm 2001 Christoph Terhechte die Leitung dieser Sektion der Berlinale. Er zählt sich selbst zu der Generation, die ihre Filmbildung zu keinem geringen Grad dem Forum der Berlinale verdankt. Auch unter seiner Leitung wird die Sektion bestrebt sein, den dezidiert politischen und künstlerischen Anspruch einzulösen.
 

Serious business 

Von Anfang an hat sich das Forum als ein Arbeitstreffen verstanden. Konstruktiver Streit statt Glamour und Gloria war die Devise. Die Sektion organisiert begleitende Diskussionsveranstaltungen und Workshops und gibt einen ausführlichen Katalog mit Hintergrundinformationen und Kritiken heraus.
 
Offizielle Preise werden im Forum nicht vergeben. In den Anfangsjahren der Sektion stand dahinter die explizite Absicht, sich vom kompetitiven Charakter des Wettbewerbs abzugrenzen. Mehrere unabhängige Jurys vergeben jedoch auch Preise im Rahmen des Forums. So gehen etwa der Caligari-Preis und einer der drei von der FIPRESCI-Jury vergebenen Preise an einen Film des Forums. Seit 2007 umfasst der Preis für den Besten Erstlingsfilm ebenfalls die Filme des Forums.

Kontakt 

Administration
Karen Möller

Programmkoordination
Anna Hoffmann

Tel. +49 · 30 · 269 55 · 200
Fax +49 · 30 · 269 55 · 222
 

Das Internationale Forum des Jungen Films hat auch eine eigene Internetseite:  www.arsenal-berlin.de/forum.
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